Weltspielplane kaufen Weltspielplane ausleihen

Die Weltspielplane kaufen

Sie können die Weltspielkarte als Weltspielplane im EPiZ Reutlingen kaufen. Die Weltspielplane ist eine begehbare und strapazierfähige, brandschutzsichere LKW-Folie. Sie kann in drei Größen gekauft werden:

  • Kleine Weltspielplane (2m x 2,75m) zu einem Preis von 125,- € (plus Porto)
  • Große Weltspielplane (4m x 5,5m) zu einem Preis von 420,- € (plus Porto)
  • „Weltspiel to go“ (1m x 0,75 m) aus Stoff zu einem Preis von 60,- € (plus Porto).

In Österreich können Sie sich für den Kauf auch an die Welthäuser Österreich wenden.

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Die Weltspielplane ausleihen

Sie können die Weltspielkarte als Weltspielplane in der Bibliothek im EPiZ aus- und fernleihen. Die Weltspielplane ist eine begehbare und strapazierfähige, brandschutzsichere LKW-Folie. Es gibt zwei unterschiedliche Größen:

  • Kleine Weltspielplane: 2m x 2,75 m groß
  • Große Weltspielplane: 4m x 5,5m groß

Weitere Organisationen verleihen die Weltspielplane zu eigenen Ausleihbedingungen.

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Ecksymbole

Weltweit werden Symbole in verschiedenen gesellschaftlichen Bereichen wie der Mathematik, Religion, Politik oder zur Alltagskommunikation verwendet. An den vier Ecken der Weltspielplane sind vier Symbole abgebildet: ein Netz, ein Herz, eine Hand und eine Spirale. Diese Symbole, deren Bedeutung sich über Jahrhunderte gebildet und verändert hat, sind mehrdeutig. Je nach Kontext und historischer und politischer Eingebundenheit der Betrachtenden werden sie unterschiedlich interpretiert. Die Abbildung der Symbole zielt darauf, die Idee der Überlegenheit bestimmter, vermeintlich objektiver Wissensbestände gegenüber anderen zu kritisieren und zu hinterfragen: Wessen Wissen wissen wir? Denn die Produktion von Wissen erfolgt stets unter spezifischen historischen, politischen, institutionellen und materiellen Bedingungen (Haraway, 1988). Wissensbestände und die Organisation von Wissenschaften waren und sind die Ergebnisse und Ausdruck von Machtstrukturen und legitimieren gewaltsame Herrschaftsverhältnisse (Spivak, 2008).[1]
Die vier Symbole können im Kontext des Globalen Lernens verschiedene Bedeutungen haben. Sie könnten für die vier Dimensionen einer nachhaltigen Entwicklung Wirtschaft, Soziales, Umwelt und Politik stehen. Sie könnten auch die Lernziele Globalen Lernens verdeutlichen. Globales Lernen zielt auf einen ganzheitlichen Kompetenzerwerb in den Kompetenzbereichen Erkennen, Bewerten und Handeln ab. Dieser integrative Kompetenzbegriff entspricht auch den Grundelementen des international anschlussfähigen Konzepts der Gestaltungskompetenz der Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) und den Schlüsselkompetenzen der OECD ( (Sach-/ Methoden-, Sozial-, Selbstkompetenzen). Diese Fähigkeiten und Einstellungen werden in ganzheitlichen und lebensweltbezogenen Lernprozessen mit Kopf, Herz und Hand erworben (BMBF & KMK, 2016: Kapitel 1, 2 und 3). Globales Lernen bedeutet formales, non-formales und informelles lebenslanges Lernen. Entsprechend könnten die Symbole auch die vier Säulen lebenslangen Lernen Lernen Wissen zu erwerben, zusammen zu leben, zu handeln und Leben zu gestalten (UNESCO, 1996) und die entsprechenden Kompetenzbereiche für Multiplikator*innen (United Nations, 2012) darstellen.
In der Bildungsarbeit (mit Multiplikator*innen Globalen Lernens) können die vorgeschlagenen Bedeutungen genutzt oder mit den Teilnehmenden eigene Assoziationen entwickelt und beispielhaft die Verflechtung von Macht und Wissen diskutiert werden.

[1] So brachten z. B. die kolonial geprägten orientalischen Wissenschaften und Afrikastudien, die Vorstellung des ,Orients' und eines homogenen Kontinents ,Afrika' erst hervor und konstruierten diese als das Andere. (Said, 2009; Mbembe, 2001). Die Haitianische Revolution als wichtiges revolutionäres Ereignis und Revolution Schwarzer, versklavter Menschen, die zur Unabhängigkeit Haitis 1804 führte, wurde in den Geschichtswissenschaften lange bagatellisiert (James, 2021; Trouillot, 2013). Auch Rassismus wurde über rassistische, wissenschaftlich nicht haltbare Theorien im 19. und 20. Jahrhundert legitimiert.



Quellen & weitere Hinweise:

  • BMBF & KMK (2016). Orientierungsrahmen für den Lernbereich Globale Entwicklung. Verfügbar unter https://www.kmk.org/fileadmin/veroeffentlichungen_beschluesse/2015/2015_06_00-Orientierungsrahmen-Globale-Entwicklung.pdf (Abruf am 10.01.2022)
  • Haraway, D. (1988). Situated Knowledges: The Science Question in Feminism and the Privilege of Partial Perspective. Feminist Studies,14(3), 575–599.
  • James, C. L. R. (2021). Die Schwarzen Jakobiner. Touissant Louverture und die Haitianische Revolution. Berlin: Dietz.
  • Mbembe, A. (2001). On the Postcolony. Berkeley: University of California Press.
  • Said, E. (2009) [1978]. Orientalismus, Frankfurt: Fischer.
  • Spivak, G. C. (2008) [1985]. Can the Subaltern Speak? Postkolonialität und subalterne Artikulation. Wien: Turia + Kant.
  • Trouillot, M.-R. (2013) [2002]. Undenkbare Geschichte: Zur Bagatellisierung der haitischen Revolution, In S. Conrad, S. Randeria & R. Römhild (Hrsg.), Jenseits des Eurozentrismus, Postkoloniale Perspektiven in den Geschichts- und Kulturwissenschaften (S. 73-103). Frankfurt am Main/New York: Campus.
  • UNESCO (1996). Learning: The Treasure Within: report to UNESCO of the International Commission on Education for the Twenty-first Century. UNESCO Publishing. Verfügbar unter https://unesdoc.unesco.org/ark:/48223/pf0000109590?posInSet=12&queryId=f9897ad1-e31b-4acf-a2d8-e64997ad28ab (Abruf am 10.01.2022)
  • United Nations Economic Commission for Europe Strategy for Education for Sustainable Development (2012). Learning for the Future: Competences in Education for Sustainable Development. Verfügbar unter https://unece.org/fileadmin/DAM/env/esd/ESD_Publications/Competences_Publication.pdf (Abruf am 19.01.2022)